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Samstag, 25. Juni 2011  
Hochzeit Felbinger Sigi
Pünktlich um 6 00 Uhr weckten wir den Bräutigam und seine Familie mit dem ersten Schuss, dem wir dann noch eine Serie von Salven folgen ließen. Es dauerte gar nicht lange bis er sich blicken ließ und uns dann zum Frühstück einlud. Gut gestärkt setzten wir dann unsere knalligen Aktivitäten fort, gepaart von Ideenreichtum der jedoch kurz gestoppt wurde weil durch eine Undichtheit im Sauerstoffschenkel die Flasche plötzlich leer war und wir uns erst wieder eine organisieren mussten.
Zwischenzeitlich trafen die Hochzeitblaser, die Hochzeitskutsche und schließlich die Braut ein. Wir nutzten die Gelegenheit und Zeit und ließen es aus allen Rohren krachen. Als sich die Hochzeitsgesellschaft auf den Weg machen wollte, fing es leicht zu regnen an und deshalb wurde noch einen Moment zugewartet. Weil der Regen aber nur von kurzer Dauer war konnte sich die Pferdekutsche mit dem Brautpaar bald auf den Weg machen um in den Hafen der Ehe zu fahren.
Als die Pferde in ausreichender Entfernung waren starteten wir das Grande Finale und brachten die Rohre zum Glühen.
Vor dem Standesamt wartete eine Abordnung unserer Feuerwehr auf das frisch vermählte Ehepaar, nach einem kurzen Aufenthalt marschierten wir an der Spitze des Hochzeitszuges zur Kirche wo wir uns vor dem Eingang im Spalier aufstellten. Nachdem auch die Braut die Kirche als letzte betrat gingen auch wir hinein, empfangen und umhüllt von dem feinen Gesang der Sieberer Brüder und eines Saxophonisten.  P. Markus ging in seiner Predigt auf den Hl. Benedikt ein, als Einsiedler, Ordensgründer und seiner Lebensweisheiten die die Überleitung auf das Brautpaar bildeten, indem sie gemeinsam ihre Ehe auf die drei Pfeiler „Lieben, Loben. Leiden“ stellen sollen. Die romantische Trauungszeremonie war ganz im klassischen Stile gehalten und erfüllt von tiefer Zuneigung und sprühender Freude.
Bevor das Schlusslied zu Ende war verließen wir die Kirche und stellten uns wieder vor der Kirche so auf, dass die Trauungsbesucher direkt zum Sektempfang geleitet wurden. Als das Brautpaar durch das Kirchentor schritt wurde es von Kindern mit Rosenblüten empfangen und quasi der Weg damit bereitet. Mit einem Glas Sekt stießen wir mit den Frischvermählten an und machten uns danach gleich auf den Weg ins Feuerwehrhaus wo wir bei solchen Anlässen das übliche Ritual vorbereiteten.
Es dauerte gar nicht lange als wir von weiten die Hochzeitsbläser und die Pferdehufe hörten, wir sperrten die Zufahrt zum Knappenbauernwirt ab und leiteten das Pferdegespann mit dem Brautpaar zum Vorplatz unseres Feuerwehrhauses. Da der Bräutigam seine Feuerwehrkarriere in der Jugendfeuerwehr begann wusste er was auf sie zukam und worauf es ankam. Ohne große Worte ergriff er die Pumpe, die er ohne Kompromisse von Anschlag zu Anschlag drückte und das Letzte aus ihr herauszwang. Seine Gattin war ebenfalls zu allem entschlossen, ganz gekonnt und zielsicher stütze sie das Strahlrohr am Boden ab und konnte so den Zielpunkt treffsicher anvisieren. Taktisch gut aufeinander eingestimmt, eben ein perfektes Team, nutzten die beiden die nun gemeinsamen Synergien und vollenden das Zusammenspiel erfolgreich.
Wir nutzten dann die Gelegenheit und machten ein gemeinsames Foto mit dem Brautpaar und anschließend folgten wir zur Hochzeitsfeier ins Gasthaus Hofer wo unsere Abordnung, angeführt von Kommandant Purrer Adi herzlich zur Vermählung gratulierte und als Geschenk einen „Euro geschmückten“ Feuerlöscher übergab.
An dem für die Feuerwehr reservierten Tisch setzten wir uns nieder, betrachteten die stilvolle Tischdekoration in dezenten sommerlichen  Farben, ehe wir uns dem herrlichen Essen und der Gesellschaft erfreuten. Knapp vor Beginn der Abendunterhaltung verließen wir die Veranstaltung um uns Umzuziehen und unsere Partner zu holen. Rechtzeitig zum Eröffnungswalzer waren die meisten wieder zurück und konnten so dem Brautpaar auf die Füße schauen und feststellen dass sie die Tanzkunst beherrschen. Nach der Solodarbietung  der beiden zog es die anderen Hochzeitsgäste scharweise auf die Tanzfläche, weil die beiden Musiker mit ihrem Melodien und Rhythmus genau den Geschmack und damit ins Volle trafen.   
Jene die die Tanzfläche nicht des Tanzes wegen betreten wollten, waren dort trotzdem anzutreffen, weil nämlich neben der Tanzfläche ein überaus üppiges Kuchenbuffet aufgebaut war und die Gäste deswegen aus allen Richtungen magisch anzog.
Unser Plan, den Bräutigam zu stehlen wurde durchkreuzt weil uns andere Diebe zuvorkamen. Nichts desto trotz schlossen wir uns und die Nachbarn an und zogen durch die finstere Nacht ins Feuerwehrhaus. Mit Gesang und Fröhlichkeit wurde gefeiert und getrunken bis die Braut sich anschickte ihren Liebsten auszulösen Doch zunächst musste auch mit ihr angestoßen werden und schließlich bei gesteigerter Euphorie verlangte die Diebesschar übermütig das Strumpfband von  ihr zu sehen. Ganz geschickt, diskret und mit Hilfe vom Sigi schlüpfte sie heraus und streckte es in Siegerpose in die Höhe und gleich darauf zwischen die Zähne ihres verdutzen Mannes. Vor der Rückkehr stießen wir noch einmal gemeinsam mit einem Gläschen Wein an und gingen dann alle angeführt vom Brautpaar in den Hochzeitssaal zurück wo immer noch gute Laune und Unterhaltung herrschte und die Stimmung sehr ausgelassen und unbeschwert war.
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