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ARCHIV 2006
Samstag, 27. Mai 2006 | 14 00 Uhr
Hochzeit unseres Kameraden Purrer Harald
Hochzeit von Purrer Harald und Alexandra Gräm. Pünktlich um 6 00 Uhr wurden die Brautleute durch unsere Hochzeitsschießer aus dem Schlaf gerissen. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen wurde allerhand Munition, wie WC Papier, Styropur, Overalls in den Garten und zum Nachbarn geschossen. Wie vereinbart trafen wir uns zeitgerecht vor der Viechtwanger Kirche und nahmen als die Hochzeitsgesellschaft eintraf vor dem Eingang im Spalier Aufstellung. Zunächst schritt der Bräutigam an der Spitze, dann seine Familie und Angehörige durch das Spalier hindurch in die Kirche, ganz zum Schluss warteten die Braut und ihr Vater. Als durch einen Außenlautsprecher der Song „First Day of my Life“ von Melanie C erklang machten sich die beiden auf den Weg in die Kirche entlang des Ganges ganz nach Vorne wo bereits ihr zukünftiger Gatte und sein Trauzeuge warteten. Beeindruckend kontralateral und berührend offen standen sich die Brautleute bis zum Einzug von Pater Eduard und den Ministaranten gegenüber, als wollten sie alle an ihren heutigen Hochzeitstag einbeziehen und einschließen. Nach den Grußworten sangen 3 Sänger, eine davon begleitete am Klavier ihr erstes von mehreren Liedern während der Messe. In seiner Predigt ging Pater Eduard sehr deutlich auf die Liebe, ihre menschlichen und geistigen Auswirkungen, aber auch auf das Bemühen um sie ein. Schließlich spendete er, nachdem er die Ringe gesegnet hat, die Ehesakramente. Unverzüglich nachdem Schlusssegen verließen wir die Kirche, holten die 100 Stück mit Helium gefüllten weißen und roten Luftballons, verteilten noch an die Feuerwehrkameraden Reis und stellten uns wieder zum Spalier auf. Als als erstes das frischvermählte Paar ins Freie trat, ergoss sich über sie ein wahrer Reishagel als Zeichen des ewigen Glücks und fast zeitgleich mit diskretem Übermut entglitten die Ballons in luftige Höhen, begeleitet von samtigem Applaus. Die Hochzeitsgäste umringten das Brautpaar um zu gratulieren und Glückwünsche auszusprechen, wir nahmen diese Gelegenheit wahr um uns dezent aus dem Geschehen zu verabschieden und zurück ins Zeughaus zufahren um die Handspritzpumpen und die Spritzenwand aufzubauen. Von weitem kündigte intermittierendes Gehupe die Ankunft des Brautpaares an. Unsere Lotsen leiteten das Hochzeitsauto, ein tunning Minicooper, zum Zeughaus. Ohne lange Umschweife und Erklärungen (oder der Vorfreude wegen?) machte sich das Brautpaar und ihr Zubrautpaar daran Strahlrohre und die Handpumpen zu bedienen. Ein wenig gehandicapt durch den Brautstrauß welche die Braut pardou während des Spritzangriffes nicht aus der Hand geben wollte, sah es zunächst nach einem klaren Sieg für die Zubrautleute aus. Doch nach Aktivierun der letzten Ressourcen holten sich die Vermählten im Endspurt hauchdünn den Sieg. Mit Sekt wurde schließlich auf die Vermählung und den Sieg angestoßen. Zur Erinnerung an diesen besonderen Tag stellten wir, in der Mitte die Getrauten uns vor dem Zeughaus auf und machten ein Foto. Die ganze Gesellschaft kehrte dann ins Gasthaus Hofer ein, nach einer kurzen Phase der Erholung und Besinnung gratulierte und übergab Radner Clemens einen Feuerlöscher bespickt mit einigen Euroscheinchen. Die ganze Kameradschaft schloss sich den Glückwünschen an. An den für die Feuerwehr reservierten Tischen ließen wir uns nieder und genossen die harmonisch-stilvoll abgestimmte Dekoration im zarten purpurroten Design, das herrliche Essen und das bunte feierliche Treiben. Wir fuhren dann nach Hause und trafen uns wieder in Zivilkleidung zur Abendunterhaltung an unseren Tisch. Die für die musikalische Unterhaltung engagierte Gruppe bat zur Eröffnung das Brautpaar auf die Tanzfläche und alle Gäste um sie herum einen Kreis zu bilden. Beim Eröffnungswalzer gab das Paar eine gute Figur ab, es wurde gemunkelt, dass sie heimlich fleißig trainierten  um an der dritten Staffel von „Dancing Stars“ teilzunehmen. Nach dem Solotanz der beiden waren die meisten Hochzeitsgäste so richtig in Tanzlaune geraten und ließen sich im Rythmus der super dargebrachten Musik von einem Titel zum Nächsten auf der Tanzfläche fesseln. Aufkommender Hunger oder einfach die Lust am Essen konnte nach Eröffnung des im Gastzimmer aufgebauten üppigen Buffet gestillt und so den verbrauchten Kalorien einhalt geboten werden. Frisch gestärkt und voller Datendrang machten wir uns daran die Braut und Zubraut aufs Tanzbarkett zu führen und nach einem Tänzchen in Ehren ins Zeughaus zu entführen. Unserer Feuerwehr schlossen sich auch die Nachbarn an. In lustiger Fröhlichkeit und Leichtigkeit wurde gefeiert, gesungen und getrunken. Doch schon recht bald kamen der Bräutigam und sein Anhang um die Braut wieder auszulösen. Nichts desto trotz musste er sich in Geduld fassen und erst nachdem er am distalen Teil der Tische geklettert ist und pro zurückgelegten Schritt darauf einen guten Grund nennen musste, warum gerade Alexandra seine Herzensdame ist kam er nach 10 plausiblen genannten Merkmalen direkt an der Seite neben seiner Liebsten zum Stehen und stieg voller Stolz und Freude zu ihr herab. Darauf hin stießen wir gemeinsam mit einem Gläschen Wein an. Zur Überraschung aller waren auf den Weinetiketten das Brautpaar und ihre beiden Kinder malerisch dargestellt, umso besser schmeckten uns die Beerensäfte. Von einer Ziehharmonika begeleitet zogen wir wieder in den Festsaal ein. Die Mutter der Braut hatte inzwischen ein Geschicklichkeitsspiel vorbereitet an dem auch die Vermählten ihr Können ablegen mussten. Mit verschlossenen Augen mussten 4 Damen ein Stoffherz an den Allerwertesten ihres Partners so fest annähen, dass zumindest eine Tanzlänge das Herz daran hielt. Alle schafften diese Aufgabe hervorragend und wurden dafür reichlich belohnt. Weil nicht mehr viel Zeit bis Mitternacht blieb machten sich die Arbeitskollegen des Bräutigams umgehend daran in zu stehlen und ins Zeughaus zu entführen. Ganz schafften sie es nicht mehr beide zeitgerecht wieder zurückzubringen, doch tat dies der Laune und Unterhaltung keinen Abbruch, weil die Stimmung sehr ausgelassen und unbeschwert war. Nach einigen Tanzrunden und Verlängerungen wurde schließlich das Hochzeitspaar wieder in die Mitte eines gebildeten Menschenkreises genommen und gebührend gefeiert und bejubelt.
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